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19 | 11 | 2017
 
Ausbau und Erweiterung des Schienenverkehrs
Mehr Schwerlastverkehr auf die Schiene: z. B. auf die vorhandene und mittlerweile gut ausgebaute Bahnstrecke Aurich-Abelitz




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Alternativen

Der teilweise, aber effiziente Ausbau der B 72

Das Straßenbauamt leugnet dies mit einem Totschlag-Argument, eine Aufbohrung der B 72 sei zu teuer. Bei näherem Hinsehen erweist sich dies als großer Irrtum. Das Straßenbauamt hat nämlich berechnet, wie teuer die gesamte Strecke zwischen Aurich und Filsum mit dem so genannten 2+1 Standard ist. Das ist natürlich extrem teuer. So viel muss aber gar nicht sein. Die B 72 ist in Richtung Süden um soviel kürzer als der Zubringer nach Riepe (bis zu 18 km !), dass sie von Anfang an einen großen Zeitvorsprung hat. Deshalb reichen isolierte Einzelmaßnamen, z. B. 2+1 zwischen Schirum und Grossefehn, ferner zwischen Bagband und Hesel, und vielleicht kurze Trogstrecken bei Bagband und Grossefehn zur Beschleunigung aus.

Wenn sich dadurch die Fahrzeit Aurich-Hesel um 3 bis 4 Minuten verkürzt, ist der Zubringervorteil praktisch eingeholt. Was so eine Maßnahme kosten würde, hat noch niemand berechnet. Wahrscheinlich wäre sogar noch Geld übrig, um Kreuzungsumbauten in Aurich vorzunehmen, die dann den so genannten Ziel- und Quellverkehr innerhalb Aurichs besser aufnehmen können.

Derzeit wird durch die Installation zusätzlicher jedoch nicht notwendiger Ampelkreuzungen (z. B. VOST in Schirum) der Zeitvorteil der B 72 verringert. Es handelt sich hier um durchsichtige sachwidrige Manöver, die die verfehlte und überflüssige Trasse der B 210n zur A 31 in ein besseres Licht zu rücken sollen.

Sinnvoll und wesentlich kürzer umzusetzen als eine B 210n ist die Wiederaufnahme der Planung des Ausbaues der B 72. Die B 210n ließe sich erst in 15 bis 20 Jahren, wenn überhaupt, umsetzen. Dieser Zeitraum des "Nichtstuns" wäre fatal für die wirtschaftliche Weiterentwicklung Aurichs.


Die Alternative B 72 hat noch drei weitere Vorteile:

  • Die Kohlendioxidbilanz ist entschieden besser, weil Verkehr über die kürzere Strecke dauerhaft weniger Belastung bedeutet.
  • Das Industriegebiet Schirum an der B72 wird begünstigt.
  • Die Gemeinden Großefehn und Hesel profitieren.


Innerstädtische Veränderungen

Die Umfahrung Aurichs wird kaum Verkehr aus der Stadt herausnehmen, gerade auch weil die Nord-Süd Strecke so zügig zu befahren ist. Die beobachteten Probleme entwickeln sich nur an wenigen neuralgischen Ampelkreuzungen: Oldersumer Straße – Julianenburger Straße, Julianenburger Straße – Kirchdorfer Straße (Bäckerei Kramer), Ostertorkreuzung, Pferdemarktkreuzung


Welche Maßnahmen führen hier zu einer Verbesserung?

 Ostertor: Wenn der Straßenzug Leerer Landstraße – Große Mühlenwallstraße am Ostertor mit seinen beiden mittleren Spuren durch einen abgesenkten Trog unter der Ostertorkreuzung hindurch geführt wird, lassen sich die beiden äußeren Spuren in einen darüber liegenden Kreisverkehr überleiten. Über diesen Kreis werden Fischteichweg und Fockenbollwerkstraße ampelfrei angeschlossen, währen der Nord-Süd Verkehr völlig unbehindert unter dem Kreis hindurchfließt. Schlagartig wären alle Wartezeiten auf allen sich kreuzenden Straßen beseitigt.

Abbildungen: Der "Ist-Zustand" und der Alternativ-Vorschlag


Pferdemarkt:  Trogführung der Ost-West Linie (Große Mühlenwall – von Jhering Straße) nach Vorbild Ostertor mit tief gelegten Mittelspuren darüber der Kreisverkehr.

Oldersumer Straße – Julianenburger Straße: Ein einfacher Kreisverkehr mit einem "rechts-ab" Bypass in die Julianenburger Straße würde alle Staus beseitigen, Platz dafür ist vorhanden.

Julianenburger Straße – Kirchdorfer Straße: Hier reicht der Platz für einen Kreisverkehr nicht aus. Hilfreich wäre aber schon eine separate Rechtsabbieger Spur in die Kirchdorfer Straße mit "Grünpfeil-Schild", weil ca. die Hälfte des Verkehrs hier in Richtung Kirchdorf abbiegen will. Die Parkstreifen an der Julianenburger Straße sollten in Fahrspuren umgewandelt werden.


Ausbau und Erweiterung des Schienenverkehrs

Der Schienenverkehr ist weder bei der Einstufung des Vorhabens im Bundesverkehrswegeplan
noch im Raumordnungsverfahren berücksichtigt worden.

Gerade dadurch aber werden die spezifischen Transportbedürfnisse der Firmen ENERCON und Kerker befriedigt, auf die ein wesentlicher Teil des regionalen Schwerverkehrs Aurich-Emden entfällt.

Der Schienenverkehr ist für diese Bedürfnisse zwischen Aurich und Abelitz weiter auszubauen,
der gesamte Ostfriesische Raum ist zukunftsfähig anzuschließen. Konkrete Planungen wurden am 13.05.2013 von der EAO (Eisenbahn-Infrastrukturgesellschaft Aurich- Emden) vorgestellt. Anfang 2017 soll der geplante Ausbau fertig sein. Dann sollen auf der auf 7 m Breite ausgebauten Strecke statt bisher 4 Güterzügen pro Tag dann 24 fahren.

 Bisher brauchen die Züge 60 Minuten von Abelitz nach Aurich. Dann werden es aufgrund der veränderten Struktur nur noch 20 min, also wesentlich schneller sein. Die überbreiten Transporte von Enercon werden dann auf die Schiene verlagert. Aber auch andere Firmen wie Kerker, Beekmann, Siebels und Bunte sind jetzt schon angeschlossen.

Der Verkehr auf der B 210/B 72 wird wesentlich entlastet, denn ein Güterzug ersetzt 60 LKW (bei 24 Fahrten/Tag sind die 1440 LKW!). Das Verkehrsgutachten von PGT Theine hat 2012 pro Tag 960 Lastzüge ermittelt, nach Prognose sollen es 2025 dann 1280 sein. Somit kann die Eisenbahn den kompletten Anteil Lastzüge übernehmen!
Außerdem sollen im Personen- Schienenverkehr im Stundentakt an sieben Tagen in der Woche zwischen Aurich und Emden täglich 3000 Pendler die Bahn nutzen. Die Fahrtzeit soll nur 23 min betragen, Busse benötigen 35 min. Die Haltestellen werden mit entsprechender Infrastruktur ausgestattet, um ein Umsteigen auf die Bahn attraktiv zu machen.


Einsatz intelligenter Ampelsteuerungen

Weiterhin gibt es heute schon intelligente Ampelsteuerungen, die den Verkehrsfluss extrem verbessern, hier seien Projekte wie "Arrive" in München, "adaptive Steuerungen", wie Siemens sie entwickelt hat, oder auch "Travolution" von der Stadt Ingolstadt, AUDI und der Software Firma Gevas erwähnt.


Reduzierung von Ampelkreuzungen, Ausbau von Kreisverkehren

Die Anzahl der Ampelkreuzungen ist erheblich zu reduzieren. Von Schirum bis Osterkamp (Emder Straße) gibt es 20 (!) Ampeln, teilweise mit Abständen kleiner 200 m!


Reduzierung der Zufahrten auf die Hauptverkehrsstraßen

Die Zufahrten zu den Hauptverkehrsstraßen sind zu reduzieren, der Verkehr ist über wenige Zufahrten dorthin zu führen.


Verstärkte Nutzung des Ems-Jade Kanals

Zu denken gibt beispielsweise auch die Nutzung bzw. Nichtnutzung der neu gestalteten Schleuse in Kukelorum über den ausgebauten Ems-Jade Kanal. Im Jahre 2010 haben nur 10 (!) Frachtschiffe mit Kies für Vetra den Auricher Hafen angelaufen, statt dessen wird der Transport über die Straße abgewickelt.


Sanierung und Optimierung vorhandener Verkehrswege

Priorität haben Sanierung und Optimierung bereits bestehender Straßen! Die Straßen im Auricher Umland befinden sich in einem erbärmlichen Zustand. So bemängelt der ADAC, dass 63 % der Landstraßen in einem so schlechten Zustand seien und unverzügliches Handeln notwendig sei. 60 % der tödlichen Unfälle passieren auf Landstraßen. Mit jeder neuen Straße werden andere, bereits vorhandene vernachlässigt.


 
 
 
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Letzte Aktualisierung: 30.03.2016
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